Recruiting-Controlling Definition

Recruiting-Controlling umfasst die Beschaffung, die Analyse und die Auswertung von Key Performance Indikatoren (KPI), die entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Personalbeschaffung erhoben werden. Nicht zu verwechseln mit dem Bewerbungsprozess, der lediglich einen Teilbereich des Personalbeschaffungsprozesses abbildet. Der Begriff Recruiting-Controlling meint daher die systematische Erhebung und Auswertung von Kennzahlen in den Bereichen Employer Branding, Personalmarketing und Personalauswahl.

Ziele des Recruiting-Controllings für Arbeitgeber

Das Recruiting-Controlling hat das Ziel die Transparenz und die Effizienz von Personalbeschaffungsmaßnahmen auswertbar und beurteilbar zu machen. Erhobene Kennzahlen dienen als Basis, um den Personalbeschaffungsprozess zu steuern und ihn fortlaufend zu optimieren. Darüberhinaus liefert das Recruiting-Controlling Einblicke in die Aktivitäten des Personalwesens und gibt Auskunft über den anteiligen Wertbeitrag zur Erreichung der Unternehmensziele.

Gängige unternehmenseigene Kennzahlen sind beispielsweise die durchschnittlichen Kosten je geschalteter Stellenanzeige, welche Bewerbungseingänge häufig von Bewerbern verwendet werden oder die Durchschnittsdauer von der Personalbedarfsmeldung bis zur finalen Besetzung der Vakanz.

Recruiting-Controlling mit Empfehlungsbund

Aufgrund der zentralen Rolle, die die Erhebung von Kennzahlen (kurz: KPI) im Personalbeschaffungsprozess spielt, bieten wir vom Empfehlungsbund unseren Mitgliedsunternehmen erweiterte Instrumente zur Erhebung von Kennzahlen an, die über die unternehmenseigenen Instrumente hinausreichen. Die erhobenen KPIs des Empfehlungsbundes sind darauf ausgelegt die Transparenz des Personalbeschaffungsprozesses zu optimieren und etwaige Personalbeschaffungsmaßnahmen effektiver zu gestalten. Darüber hinaus ermitteln wir zu den meisten der unten aufgeführten Recruitingkennzahlen zusätzlich einen Unternehmensbenchmark, dank der gemeinsamen Zusammenarbeit des Empfehlungsbundnetzwerkes.

Erweiterte Recruiting-KPIs des Empfehlungsbundes:

Kennzahl Erläuterung
Bewerbungsquelle (Source of Hire) Zählt die Recruitingkanäle auf, die Bewerbende im Verlauf ihrer Jobsuche zum Arbeitgeber bzw. zu dessen Stellenangebot führten: Online-Stellenbörsen, Active Sourcing, Social Media, Messauftritte, Karrierewebsite uvm.
Bewerbungsquellen-Effektivität Vergleicht Recruitingkanäle nach Häufigkeit ihrer Nutzung durch Bewerbende. Diese Kennzahl dient als Grundlage für eine Kosten/Nutzen-Analyse.
Stellenanzeigen-Analyse Auswertung der technischen Qualität einer Stellenanzeige oder Karrierewebseite: z.B. Performance, Barrierefreiheit und Optimierung für mobile Endgeräte.
Bewerberabsprungrate (Recruiting-Funnel) (1) Das Verhältnis von Klicks auf Stellenanzeigen zu tatsächlichen Bewerbungen. (2) Die Abbruchrate von Bewerbungen vom Bewerbungseingang bis zum Bewerbungsgespräch entlang des Bewerbungsprozesses.
Bewerberzufriedenheit Von neueingestellten Mitarbeitern und abgesagten Bewerbern ermittelte qualitative Evaluation des Bewerbungsprozesses.
Informationszufriedenheit Von neueingestellten Mitarbeitern und abgesagten Bewerbern ermittelte qualitative Evaluation des arbeitgeberseitigen Informationsangebots vor der Bewerbung.
Bewerbungsprozessdauer Zeiterfassung der einzelnen Etappen des Bewerbungsprozesses von Bewerbungseingang bis Einstellung.
Gehaltsbenchmark Analyse und Erhebung zu erwartender Gehälter des jeweiligen Berufsprofils.
Benefitbenchmark Kategorisierung und Vergleichsgrundlage von unternehmensweiten Zusatzleistungen.
Erhaltene Empfehlungen Anteil Bewerbungen aus gegenseitigen Empfehlungen der Mitgliedsunternehmen des Empfehlungsbundnetzwerkes.
Ausgeteilte Empfehlungen Anteil Bewerbungen, die von einem Mitgliedsunternehmen ausgehend dem Empfehlungsbundnetzwerk zugute kamen.

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