Definition Empfehlungscode

Der Empfehlungscode ist ein spezieller Code, der von angehörigen Unternehmen einer Arbeitgebercommunity an Bewerbenden ausgegeben wird, den sie keine Einstellung anbieten konnten. Abgesagte Kandidaten erhalten einen Empfehlungscode in ihrem Absageschreiben mitzugesandt. Der Empfehlungscode erfüllt zwei Ziele:

  1. Abgesagten Bewerbenden dient er als Karriereinstrument. Ein Bewerbender kann den Empfehlungscode bei seiner nächsten Bewerbung mitangeben und erhält damit eine bevorzugte Behandlung im nächsten Bewerbungsprozess bei einem Arbeitgeber der ebenfalls Teil des Empfehlungsnetzwerkes ist.
  2. Aus Arbeitgebersicht ist der Empfehlungscode ein Recruitinginstrument. Ist der Arbeitgeber Mitglied einer Arbeitgebercommunity bzw. eines Empfehlungsnetzwerkes lenkt er abgesagte Kandidaten an die Mitgliedsunternehmen des Netzwerkes weiter. Im Kehrschluss lenken alle anderen Mitglieder ihrerseits ihre abgesagte Kandidaten weiter. Die Vergabe eines Empfehlungscodes unterliegt gewissen Gütekriterien, sodass der dadurch erzeugte Recruitingkanal aus empfohlenen Bewerbern ausschließlich hochrelevante Fachkräfte für die Mitgliedsunternehmen des Empfehlungsnetzwerk bereit hält. 
 

Bedeutung von Empfehlungscodes

Jedes Unternehmen ist auf der Suche nach den richtigen Mitarbeitern für offene Stellenanzeigen und die meisten setzen dabei gleichzeitig auf mehrere Kanäle, um potentielle Kandidaten zu erreichen. Im Bewerbungsprozess wird dann schnell klar: Nicht jeder Bewerber passt tatsächlich auf die ausgeschriebene Stelle – oft nicht aufgrund von fehlenden Qualifikationen, sondern z.B. wegen eingeschränkten Reisemöglichkeiten oder anderen Gehaltsvorstellungen. Genau um diese Bewerber geht es uns im Empfehlungsbund. Anstatt qualifizierten Bewerbern einfach abzusagen, setzen Unternehmen das Empfehlungsprinzip um und geben ihnen einen Empfehlungscode mit auf den Weg.

Kandidaten empfehlen: Vorteile für Arbeitgeber

Empfehlungscodes sind nicht nur für abgesagten Kandidaten ein hilfreiches Mittel, um sich besser im Stellenmarkt zu orientieren und neue Karrieremöglichkeiten zu entdecken. Das Empfehlungsprinzip erzeugt eine Win-Win-Situation eben auch für Unternehmen. Arbeitgeber erhalten mehr und qualifiziertere Bewerbungen für ihre offenen Stellen.

Empfehlungen als eigener Recruitingkanal

Die konventionellen Recruitingkanäle sind allgemein bekannt: Sie können durch Werbung in jeglicher Form auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen, Bewerber können durch eigene Recherche Ihre Stellenanzeigen finden (z.B. Jobbörsen), ferner können Sie Jobsuchende auf Messen oder durch Headhunter direkt ansprechen und Sie können in den Datenbanken von Talentpools nach geeigneten Kandidaten suchen. Empfehlungen gehen einen Schritt weiter - sie eröffnen jedem Unternehmen einen einmaligen Pool an qualifizierten aktiv nach Stellen suchender Kandidaten.

Einerseits wird jedem Bewerbenden, der von einem Unternehmen abgesagt und empfohlen wurde mittels einer Empfehlung nahegelegt, sich bei einem anderen Partnerunternehmen des Empfehlungsbundes zu bewerben. Andererseits kommt der Bewerbende direkt auf Unternehmen zu. Das Empfehlungsprinzip entgeht damit ein gängiges Problem von konventionellen Talentpools. Die Talentpool-Datenbank ist häufig nicht mehr aktuell. Da die gelisteten Kandidaten nicht warten und bereits schon eine Anstellung gefunden haben. Hingegen ist ein empfohlener Kandidat stets aktiv auf Jobsuche. Die Bewerberempfehlung innerhalb eines Empfehlungsnetzwerkes garantiert, dass sich auch Kandidaten bei weniger bekannten Unternehmen bewerben, auf die sie sonst nicht aufmerksam geworden wären. Das solidarische Empfehlen von Zweit- und Drittkandidaten zwischen Unternehmen untereinander bildet damit einen kosteneffizienten, nachhaltigen Recruitingkanal von dem Arbeitgeber als auch Jobsuchende in gleicher Weise profitieren.

Anteil qualifizierter Bewerbungen durch Empfehlungen erhöhen

Ob mit dem ersten oder dem zweiten Empfehlungscode, es werden nur Bewerber weiterempfohlen, deren Kompetenzen und fachliche Eignung für die jeweilige Arbeitgebercommunity überprüft wurde. Personalverantwortliche wissen bestens Bescheid, welche Kompetenzen ein Berufsprofil grundsätzlich mitzubringen, um in der jeweiligen Anforderungen der Branche geeignet zu sein. Ein Bewerbender mit einem Empfehlungscode beinhaltet immer auch die Expertise des Personalmanagers, der ihm einen Empfehlungscode ausgestellt hat. Deshalb finden sich unter Bewerbungen mit Empfehlungscode stets mehr qualifizierte Bewerbungen, als unter solchen ohne Empfehlungscode. Das Mitwirken der gesamten Arbeitgebergemeinschaft am Empfehlungsnetzwerk erhöht so gegenseitig den Anteil an qualifizierten Bewerbungen.

Arbeitgeberattraktivität durch Bewerberempfehlung steigern

Absagen sind weder bei Kandidaten noch bei Arbeitgebern beliebt. Jedes Unternehmen ist auf der Suche nach den richtigen Mitarbeitern für offene Vakanzen. In den meisten Fällen setzen Arbeitgeber auf mehrere Recruitingkanäle, um potentielle Kandidaten zu anzusprechen. Während des Bewerbungsprozess stellt sich allerdings heraus, dass jeder Bewerbende tatsächlich auf die ausgeschriebene Stelle passt. Die Gründe dafür sind häufig nicht fehlenden Qualifikationen, sondern z.B. eingeschränkte Reisemöglichkeiten, abweichende Gehaltsvorstellungen. Diese Kandidaten zitkulieren im Empfehlungsnetzwerk des Empfehlungsbundes. Anstatt qualifizierten Bewerbern einfach abzusagen, setzen Unternehmen das Empfehlungsprinzip um und geben ihnen einen Empfehlungscode mit auf den Weg. Der Prozess garantiert eine echte Hilfestellung im weiteren Karriereweg eines Bewerbenden mit nachweislich positiven Einfluss auf das Arbeitgeberimage. 

 

Welche Typen von Empfehlungscodes gibt es?

  • Jeder Partner managt zwei Typen von Empfehlungscodes. Der erste Typ (Empfehlungscode 2) steht für interessante Bewerbungsunterlagen. Diesen Empfehlungscode erhalten abgesagte Kandidaten, wenn die eingereichten Bewerbungsunterlagen interessant genug sind, dass der entsprechende Arbeitgeber den Kandidaten gern kennenlernen möchte, ihm aber leider zur Zeit kein Gespräch anbieten kann.
  • Der zweite Typ (Empfehlungscode 1) steht für empfohlene Fachkräfte. Diesen erhalten Kandidaten, wenn Sie eingeladen worden und es in die engere Auswahl geschafft haben. Entweder hat sich der Arbeitgeber für einen anderen Bewerber entschieden oder der Bewerbende hat sich für einen anderen Arbeitgeber entschieden. Ferner gilt der Code auch für alle Mitarbeitenden, Azubis oder Praktikanten übermitteln, welche nicht (weiter) beschäftigt werden können.

Kriterien für eine erfolgreiche Vergabe eines Empfehlungscodes 1

Abgesagten Kandidaten erhalten stets dann einen Empfehlungscode 1, wenn sie folgende Kriterien erfüllen:

  • der Bewerbende verfügt über spezielle branchen-immanente Fähigkeiten und Kenntnisse,
  • der Bewerbende hat während des Vorstellungsgespräches sein fachliches Wissen überzeugend präsentiert,
  • der Bewerbende überzeugte im Gespräch mit Ihnen durch soziale Kompetenz und mentale Stärke bei gleichzeitig starker Ausrichtung am Geschäft,
  • der Bewerbende passt zu den gesuchten Profilen der Mitgliedsunternehmen der Arbeitgebergemeinschaft
  • der Bewerbende hat insgesamt einen sympathischen und kompetenten Eindruck beim Vorstellungsgespräch hinterlassen.

Kriterien für eine erfolgreiche Vergabe eines Empfehlungscodes 2

Abgesagte Kandidaten erhaltlen stets dann einen Empfehlungscode 2, wenn sie folgende Kriterien erfüllen:

  • der Bewerbende dokumentiert in seinen Bewerbungsunterlagen überzeugend seine spezielle branchen-immanente Fähigkeiten und Kenntnisse,
  • der Bewerbende passt zu den gesuchten Profilen der Mitgliedsunternehmen der Arbeitgebergemeinschaft
  • die Bewerbungsunterlagen des Kandidaten sind vollständig und ordentlich

 

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